Blog

Blog von FlyingMachines

26.04.2019

Unterwasserdrohnen - Test, Vergleich, Kaufberatung

Rund 70% der Erde ist mit Wasser bedeckt und dennoch wissen wir wahrscheinlich weitaus weniger über die Meerw und deren Lebewesen als über unseren eigenen Körper.

Ein unerforschtes Mysterium auf unseren Planeten.

Die tiefste Stelle mit rund 11km ist der Maruanengraben. Hier könnte man den Mount Evrest reinstellen und hätte sogar noch etwas mehr als 2km Lift nach oben.

Man schätzt, dass lediglich 10% der Ozeane erforscht sind - Grund dafür, die Vermessung ist sehr aufwendig und vor allem kostspielig. Um den Meeresboden zu scannen müssen Forschungsschiffe jeden Meter abfahren und dabei mittels Schallimpulse kartographieren.

Aber nicht nur der Meeresgrund ist weitestgehend nicht erforscht, auch die Unterwassertierwelt ist kaum bekannt. So gehen aktuelle Schätzungen von ca. 1 Mio. bisher unbekannter Lebewesen aus (Quelle: Census of Marine Life).

Grund genug sich dem Thema Entdecking der Unterwasserwelt, neue Spezies, Treasure Hunting etc. zu widmen.

Doch wie?

Ein Tauchkurs ist erschwinglich aber die Kosten der Ausrüstung hoch und Tauchen ist auch nicht ganz ungefärhlich.

Wer sicher und bequem von Boot oder Liegestuhl am Strand aus die Unterwasserwelt erkunden möchte, kommt um eine Unterwasserdrohne (auch bekannt als ROV - remote operated vehicle) nicht herum.

Wer jetzt an kostspielige hochseetaugliche Tauchroboter denkt, den kann ich beruhigen. Denn Unterwasserdrohnen sind seit 2018 erschwinglich und vor allem echt Smart geworden.

Aufnahmen un 4K, Steuerung über Headtracking, Sonar, Greifarm, Unterwassermikrophon sind nur einige Features die heutige Unterwasserdrohnen haben - und das zu einem erschwinglichen Preis.

Ein für mich bisher größter positiver Aspekt, die Li-Ion Akkus haben ca 100Wh und somit ist eine Mitnahme im Handgepäck  beim Fliegen möglich.

Wir haben derzeit (Stand Januar 2019) 17 aktuell erhältliche Unterwasserdrohen technisch analysiert, unzählige Testvideos ausgewertet und letztendlich die interessantesten auch geprüft.

Bein Review der einzelnen Unterwasserdrohnen haben wir schnell feststellen können, worauf es wirklich ankommt und welche Features eine gute Unterwasserdrohne mitbringen sollte. So schieden bereits zahlreiche Drohnen von vornherein aus.

Zunächst möchte ich Ihnen jedoch aufzeigen, was eine Unterwasserdrohne ist und wie sie sich definiert.

Den meisten ist sicher der Begriff der "Drohne" bekannt. Also areale Multikopter oder Flugzeuge.

Obwohl die Unterwasserdrohne sich nicht in der Luft bewegt, sondern unter Wasser, ist die Steuerung und Funktionsweise recht ähnlich.

Gest

euert wird das ROV mittels mitgelieferten Controller oder über für Android und ISO verfügbare App für Smartphone oder Tablet (verfügt das ROV über eine Pixhawk Steuerung und Ardusub, dann auch über PC möglich).

Per WLan wird eine Verbindung mit dem Router aufgebaut. Dieser befindet sich meistens am sog. Thether (Kabelrolle).

Über die Bluetoothverbindung und den Tether werden die Steuersignale an das ROV übermittelt.

Der Antrieb erfolgt über sog. Thruster (Strahlruder). Es handelt sich um drehmomentstarke brushless Motoren mit speziellen Propellern. Diese werden über ESCs (Regler) gesteuert, welche wiederum von der 'Flugsteuerung' ihre Steuersignale erhalten - also so wie bei einem Quadrokopter.

Beim Antrieb gibt es ein entscheidendes Merkmal, welches die Auswahl eines ROV maßgeblich beeinflussen sollte, aber dazu später mehr.

Für größere Tiefen in die kein Tageslicht mehr durchdringen kann, verfügen die Unterwasserdrohnem über teils leistungsstarke LEDs mit bis zu 1500 Lumen.

Allerdings sind diese doch recht nah an der eingebauten 4K Kamera angeordnet. Sind viele Schwebeteile im Wasser, reflektieren sie das Licht leider nachteilig.

In größeren Tiefen ohne Schwebeteile, ist der Aspekt jedoch vernachlässigbar.

Die meisten haben 4K Kameras eingebaut und liefern entsprechend sehr gutes Filmmaterial. Beim Lifestreaming aufs Smartphone oder Tablett wird jedoch nur mit max. 1080p gestreamt.

Eine geringe, aber bemerkbar Latenz haben leider alle Unterwasserdrohnen.

Einige Unterwasserdrohnen verfügen sogar über ein eingebautes Sonar zur Kollisionsvermeidung.

Die Flugzeit beträgt je nach Drohne und Akku zwischen 1 und 4 Stunden.

Die Reichweite ist hierbei allein durch das Kabel beschränkt. Zum guten Durchschnitt und für die meisten Anwendungen vollkommen ausreichend sind 100m.

Aufpassen sollte man bei der max. Tauchtiefe. Einige können nur ca 30m oder 40m tief tauchen. Andere auch bis zu 150m.

Wer die Unterwasserdrohne mit in den Urlaub nehmen möchte sollte dies berücksichtigen und an den Satz des Phytagoras denken ;)

Die Drohnen erreichen alle eine Gescwindigkeit von ca 1,5m/s - 2m/s was unter Wasser eine enorme Leistung ist. Hierdurch ist dann auch die Widerstandsfähigkeit bei Strömungen limitiert.

Wenige Unterwasserdrohnen verfügen über Schutzeinrichtungen bzw. Maßnahmen um die Drohne selbst zu schützen. Wird zB ein Eindringen von Wasser in die Drohne erkannt, steigt diese unmittelbar auf um größere Schäden zu vermeiden.

Arten bzw. Einsatzzweck von ROVs.

soon.

Erfahrungen & Bewertungen zu Flyingmachines